sculptures
Performance
material

Weniger schafft durch die Sendung akustischer Signale eine Visualisierung von Schallwellen, die zunehmend die gegossenen Geleekuchen in ihrer perfekten Form zerstören. Durch die Zugabe von Bassfrequenzen und Sinuswellen, sowie die Begleitung Wenigers Stimme durchlaufen die ‚Wackelpuddinge‘ unterschiedliche Stadien von Vibrationen, die sich anfänglich nur durch leichte Schwingungen bis hin zu auseinanderdriftenden Rissen zeigen. Als BesucherIn wird die Sehnsucht nach der völligen Zerstörung der ‚Wackelpuddinge‘ beim Betrachten dieser Performance immer stärker. Die daraus entstehenden deformierten Formen erinnern an schroffe Gebirgslandschaften. Was vorhin noch durch makellose Erscheinung lieblich und kitschig wirkte, ebenso durch ihre Farblichkeit an die 1980er Jahre erinnerte, ist nun völlig aufgelöst in kraterartigen Brocken von Geleemaße, die in ihren Überresten vor sich hin vibrieren. Das Streben nach der perfekten Form wird durch den gleichzeitigen Wunsch ihrer Zerstörung ad absurdum geführt. (Text: Nadja Ayoub)
Weniger creates a visualization of sound waves by transmitting acoustic signals, which increasingly destroy the perfectly cast jelly cakes in their form. By adding bass frequencies and sine waves, as well as accompanying Weniger’s voice, the “jelly puddings” pass through different stages of vibration: initially only slight tremors, eventually developing into splitting cracks that spread apart. As a visitor, one’s desire for the complete destruction of the “jelly puddings” grows stronger while observing the performance. The resulting deformed shapes resemble rugged mountain landscapes. What previously appeared charming and kitschy due to its flawless appearance—and evoked associations with the aesthetics of the 1980s through its colors—is now entirely dissolved into crater-like chunks of jelly mass, still vibrating in their remnants. The pursuit of perfect form is rendered absurd by the simultaneous desire for its destruction. (Text: Nadja Ayoub)






Kunstraum Schwaz, 2019
Fotos © Nicole Weniger